Die Tuamoto Inselgruppe erstreckt sich mit 77 Atolle, die nur ein bis drei Meter aus dem Meer ragen, über eine Fläche von 900 qkm und über eine Länge von 1600 km. Die Inseln sind im Unterschied zu den Inseln der anderen französisch polynesischen Inselgruppen ausschliesslich flache Atolle (mit einer Ausnahme: Makatea im Nordosten). Die Ureinwohner, die zwischen 900 und 1000 n.Chr. auf diese Inseln kamen, lebten lange nur von Fischfang und Kokospalmen. Regenwasser muss als Trinkwasser gesammelt werden. Heute wird der Tourismus immer wichtiger, gelten diese Inseln doch als eines der letzten verbliebenen Paradiese auf Erden. Mit etwa 3.000 Sonnenstunden gehört dieser Flecken Südsee zu den regenärmsten und sonnenreichsten.
Zu Zeiten der Entdecker galten die Tuamotus als die gefährlichen Inseln, da sie aufgrund ihrer Untiefen, Korallenbänke und Unterwasserriffe vielen Schiffen zum Verhängnis wurden.
Immerhin 12.000 Bewohner leben auf den Inseln, davon 2.000 auf dem größten Atoll Rangiroa im Nordwesten, das auch das größte geschlossene Atoll der Welt bildet. Hier befinden sich die meisten Gästehäuser und Hotels und der Flugplatz Tuamotus.
Berühmt sind die Atolle für die hier gezüchtete Schwarze Perle Polynesiens, die sich u.a. auf Tahiti und Moorea glänzend verkauft. Die Perlen sind sehr selten und teuer. Nur 3 von 1000 Muscheln bilden eine schwarze Perle aus.
Wer die weite Anreise nicht scheut, wird mit einem Südseetraum par excellence belohnt. Vielleicht sind die Tuamotus die schönsten Robinsoninseln der Welt.
Leider wurden die südlichen Tuamotus in den 60er und 70er Jahren durch die französischen (auch überirdischen) Atombombenversuche auf Mururoa und Fangataufa weltberühmt. Das Gebiet ist seither verstrahlt.